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Green Tower im „Zukunftsgarten Nordsternpark plus“ in Gelsenkirchen

1997 wurde das ehemalige Schachtgelände Nordstern in Gelsenkirchen zur Bundesgartenschau umgestaltet. Seither wird der Park als Naherholungs- und Freizeitfläche genutzt. Für die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 ist der ca. 28 ha große Inselbereich zwischen Emscher und Rhein-Herne- Kanal nun erneut als wichtiger Teil der Ausstellungsflächen, dem „Zukunftsgarten Nordsternpark plus“, vorgesehen.

Im Rahmen der IGA 2027 soll hier exemplarisch verdeutlicht werden, auf welche Art und Weise die Ent- und Bewässerung verschiedener Flächen und Begrünungsformen unter dem Gedanken der Klimafolgenanpassung und Nachhaltigkeit erfolgen können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fassadenbegrünung des Kohlenbunkers und die Neugestaltung der Parkplatzfläche. Aspekte der Klimafolgenanpassung, die Förderung der Verdunstung und Lösungen zur Reinigung, Speicherung und Nutzung des Regenwassers auf einer ehemaligen Industriefläche sind dabei zu beachten.

Die Dr. Pecher AG wurde in diesem Kontext mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Die Bearbeitung der Aufgabenstellung mit hohen gestalterischen und technischen Anforderungen erfolgte in einem interdisziplinären Projektteam mit Teilnehmern der FH-Münster (Prof. Uhl) und den Landschaftsarchitekten atelier le balto aus Berlin.

    22 Juni
  • 179 Besucher

Um wirtschaftlich, ökologisch, gestalterisch und technisch innovative Lösungen zu finden, wurden u. a. folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Klimaresilienz
  • gestalterische Aspekte und ökologische Lösungen
  • innovative Entwässerungskonzepte und Integration der Fassadenbegrünung
  • energieautarke/energiearme Bewässerungskonzepte
  • ressourcenschonende Lösungen
  • klimaangepasste Bepflanzung
  • „natürliche Rigolen“, offene Ableitungen und Speicher

Das Be- und Entwässerungskonzept sieht vor, das Niederschlagswasser von befestigten Flächen nach ihrer Art und Nutzung entsprechend verschmutzungsabhängig zu behandeln, so dass es nach einer Zwischenspeicherung im Kohlenbunker für die Bewässerung der Fassadenbegrünung genutzt werden kann. Der lokale Wasserkreislauf und Betrachtungen mit einem Wasserbilanzmodell durch die FH Münster bilden eine wichtige Säule des Gutachtens. Dabei sollen die Entwässerungspfade möglichst oberflächennah und die Behandlungsanlagen für die Besucher erlebbar gestaltet werden.

Das Gutachten wird im Sommer abgeschlossen.

Ansprechpartner: Dr. Holger Hoppe

Bildquelle: atelier lebalto

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